Statistische Beratung


 
Das statistische Beratungslabor (STABLAB)
 

Das Statistische Beratungslabor (STABLAB) besteht seit 1997 und ist ein Teil des Instituts für Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Es hat die wissenschaftliche Beratung von Anwendern der Statistik zum Ziel. Die Fragestellungen kommen dabei aus verschiedenen Disziplinen wie etwa den Wirtschaftswissenschaften, den Sozialwissenschaften, der Psychologie, der Biologie und der Ökologie.

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beratung von Studierenden der LMU bei statistischen Fragestellungen, insbesondere bei Abschlussarbeiten. Hierbei ist uns das interdiszipliäre Arbeiten auf der Ebene der Studieredenden ein besonderes Anliegen.

Wir bieten auch Beratung bei empirischer Forschung innerhalb der LMU an. Empirische Forschungsprojekte bieten Möglichkeiten zu einer für beide Seiten nutzbringenden, interdisziplinären Zusammenarbeit. Einerseits ist die problemadäquate Anwendung der Statistik für die jeweiligen Fragestellungen von großer Bedeutung. Andererseits werden vielfach empirische Untersuchungen eingebracht, deren Analyse sich befruchtend in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Statistik niederschlägt.

Weiter beiten wir statistische Unterstützung für externe Forschungseinrichtungen und Unternehmen an. Diese umfassen Versuchs- und Stichprobenplanung, Methodenberatung und Auswertungen.

 


 

Aktuelles:

Erfolgreiche Kooperation mit dem Lehrstuhl für Empirische Politikforschung und Policy Analysis (Prof. Paul W. Thurner) der LMU

New Article on the Rural Electoral Base of the Nazi Party

In their new article, Klima & Küchenhoff & Thurner investigate the differential impact of rural classes on the Nazi vote. Whereas early studies by Rudolf Heberle showed a clear relationship between the shares of middle peasants and the success of  the Nazis, later studies by Falter denied this.

Drawing on new, fine-grained data on rural stratification, the authors are able to re-establish the early insights: the higher the work force in mid-sized farms, the higher the Nazi vote beginning with the first election in 1932. The authors use semi-parametric spline regressions for the identification of nonlinear patterns. They effectively account for spatial processes as induced by the electoral system.

Estimated Smooth Effect for the Share of Middle Farmers (5-20 ha) on the Share of the NSDAP Source: Thurner, Paul W., André Klima, and Helmut Küchenhoff, 2015: Agricultural Structure and the Rise of the Nazi Party Reconsidered. Political Geography 44: 50-63. (available until December 19, 2014: http://authors.elsevier.com/a/1PyBC3Qu6u7Hn~)


 

Deutlicher Rückgang der Feinstaubkonzentration nach Einführung der Umweltzone und des LKW-Fahrverbotes nachgewiesen

Eine Analyse des Statistischen Beratungslabors der LMU (Veronika Fensterer, Helmut Küchenhoff, Verena Maier), des Helmholtz Zentrums München (Josef Cyrys, Annette Peters, Susanne Breitner, H.-Erich Wichmann) und der Universität Augsburg (Jianwei Gu) über die Auswirkung der Umweltzone und des Durchfahrtsverbotes für LKWs in München auf die Feinstaubkonzentration wurde jetzt in einer renommierten internationalen Zeitschrift (International Journal of Environmental Research and Public Health) unter dem Titel „Evaluation of the Impact of Low Emission Zone and Heavy Traffic Ban in Munich on the Reduction of PM10 in Ambient Air“, open access unter http://www.mdpi.com/1660-4601/11/5/5094), veröffentlicht.

In der Studie wurde die PM10-Konzentration an zwei Messstationen in München vor und nach Einführung der Maßnahmen untersucht. Eine Messstation war an einer stark befahrenen Straße (Prinzregentenstraße) und die andere im städtischen Hintergrund (Lothstraße) lokalisiert. Analysiert wurde der Verlauf der stündlichen PM10 Konzentrationen in den Jahren 2006 - 2010. Dabei wurde unter Verwendung von sog. semiparmetrische Regressionsmodellen für das Wetter und die Hintergrundbelastung sowie für tageszeitliche, wochentägliche und jahreszeitliche Schwankungen adäquat adjustiert.

In der folgenden Abbildung ist der modellierte Wochenverlauf der Feinstaubkonzentration vor (blaue Kurven) und nach Einführung der Maßnahmen (rote Kurven) zur Verbesserung der Luftqualität an der Prinzregentenstraße dargestellt.

Am deutlichsten ist die signifikante Reduktion der Feinstaubbelastung in der Prinzregentenstraße (ca. 20 % im Sommer und ca. 7 % im Winter) zu sehen. Für die Lothstraße wurde eine Reduktion von 6 % im Sommer und von 3 % im Winter ermittelt. Die stärkste Reduktion der Feinstaubkonzentration trat freitags auf.

Weitere Analysen zu der Auswirkung der Einführung der weiteren Stufen der Umweltzone in München, Berlin und Augsburg sind am Institut für Statistik in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München und der Universität Augsburg in Arbeit.

Die Arbeit wurde durch die US Environmental Protection Agency und das EU Projekt ACCEPTED gefördert.

Siehe auch: Meldung der LMU.