Statistische Beratung


Aktuelles:

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Deutlicher Rückgang der Feinstaubkonzentration nach Einführung der Umweltzone und des LKW-Fahrverbotes nachgewiesen

 

Eine Analyse des Statistischen Beratungslabors der LMU (Veronika Fensterer, Helmut Küchenhoff, Verena Maier), des Helmholtz Zentrums München (Josef Cyrys, Annette Peters, Susanne Breitner, H.-Erich Wichmann) und der Universität Augsburg (Jianwei Gu) über die Auswirkung der Umweltzone und des Durchfahrtsverbotes für LKWs in München auf die Feinstaubkonzentration wurde jetzt in einer renommierten internationalen Zeitschrift (International Journal of Environmental Research and Public Health) unter dem Titel „Evaluation of the Impact of Low Emission Zone and Heavy Traffic Ban in Munich on the Reduction of PM10 in Ambient Air“, open access unter http://www.mdpi.com/1660-4601/11/5/5094), veröffentlicht.

In der Studie wurde die PM10-Konzentration an zwei Messstationen in München vor und nach Einführung der Maßnahmen untersucht. Eine Messstation war an einer stark befahrenen Straße (Prinzregentenstraße) und die andere im städtischen Hintergrund (Lothstraße) lokalisiert. Analysiert wurde der Verlauf der stündlichen PM10 Konzentrationen in den Jahren 2006 - 2010. Dabei wurde unter Verwendung von sog. semiparmetrische Regressionsmodellen für das Wetter und die Hintergrundbelastung sowie für tageszeitliche, wochentägliche und jahreszeitliche Schwankungen adäquat adjustiert.

In der folgenden Abbildung ist der modellierte Wochenverlauf der Feinstaubkonzentration vor (blaue Kurven) und nach Einführung der Maßnahmen (rote Kurven) zur Verbesserung der Luftqualität an der Prinzregentenstraße dargestellt.

Am deutlichsten ist die signifikante Reduktion der Feinstaubbelastung in der Prinzregentenstraße (ca. 20 % im Sommer und ca. 7 % im Winter) zu sehen. Für die Lothstraße wurde eine Reduktion von 6 % im Sommer und von 3 % im Winter ermittelt. Die stärkste Reduktion der Feinstaubkonzentration trat freitags auf.

Weitere Analysen zu der Auswirkung der Einführung der weiteren Stufen der Umweltzone in München, Berlin und Augsburg sind am Institut für Statistik in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München und der Universität Augsburg in Arbeit.

Die Arbeit wurde durch die US Environmental Protection Agency und das EU Projekt ACCEPTED gefördert.

Siehe auch: Meldung der LMU.

 


 
 
Das statistische Beratungslabor (STABLAB)
 

Das Statistische Beratungslabor (STABLAB) besteht seit 1997 und ist ein Teil des Instituts für Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

Es hat die wissenschaftliche Beratung von Anwendern der Statistik zum Ziel. Die Fragestellungen kommen dabei aus verschiedenen Disziplinen wie etwa den Wirtschaftswissenschaften, der Technik, der Soziologie, der Psychologie, der Biologie und der Ökologie.

 

Empirische Forschungsprojekte aus diesen Bereichen bieten Möglichkeiten zu einer für beide Seiten nutzbringenden, interdisziplinären Zusammenarbeit. Einerseits ist die problemadäquate Anwendung der Statistik für die jeweiligen Fragestellungen von großer Bedeutung. Andererseits werden vielfach empirische Untersuchungen eingebracht, deren Analyse sich befruchtend in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Statistik niederschlägt.